
Seit der Eröffnungsveranstaltung im April ist beim studentischen Kolleg „Science: Who cares?“ viel passiert. Nach zwei Monaten intensiver Workshop-Arbeit bietet es sich an, ein erstes Resümee zu ziehen.
Die Arbeitsgruppe 1 von „Science: Who cares?“ möchte durch eine qualitative Studie an Leipziger Schulen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule und Universität beitragen. Für die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Studiengängen der Universität Leipzig war der Koordinationsbedarf sehr wichtig: Was soll erreicht werden? Wie kann dies erreicht werden? Ist das machbar, repräsentativ, wissenschaftlich? Diese und ähnliche Fragen machten die ersten eineinhalb Monate Kollegsarbeit aus. Nach zwei Sitzungen, die der internen Zielorientierung dienten, folgten zwei Workshoptermine zu Grundlagen und Methoden der qualitativen Sozialforschung. Dabei diskutierten die beiden Referenten Sebastian und Falk mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits auf Grundlage erster Fragestellungen. Diese werden nun vertieft und in einen konkreten Interviewleitfaden überführt.Zeitgleich läuft die Anfrage an Leipziger Schulen, ob sie an der Studie teilnehmen wollen. Die Zustimmung der Sächsischen Bildungsagentur hat die AG bereits.
Bis zum Ende des Sommersemesters wird weiterhin fleißig an Fragestellung und Interviewleitfaden gearbeitet, um im Oktober mit den Schulbefragungen beginnen zu können.
Ähnlich verlief die Eingangsphase von Arbeitsgruppe 2, an deren Beginn die Erarbeitung eines kritischen Fragenkatalogs zur Untersuchung der jeweiligen Institution stand. Im Mai besuchte die Gruppe das „Zeitgeschichtliche Forum“ (Leipzig) und kam nach eingehender Betrachtung der Dauerausstellung mit Herrn Prof. Dr. Eckert, Direktor des ZFL, ins Gespräch. Themenpunkte waren hierbei: die Verantwortung des Museums in der Zeichnung von Geschichtsbildern sowie die Funktion des Museums als Ort des Lernens oder „Belehrens“.
Anfang Juni besuchte die Gruppe, als zweite Institution, das „Deutschen Hygienemuseums“ in Dresden, dessen Vermittlungsaktivität als exemplarisches Beispiel für die richtige Balance zwischen Inszenierung und Information darstellt. Im Gespräch mit der stellvertretenden Direktorin, Frau Giesela Staupe, klang bereits der neue Anspruch an Museen für die Zukunft an, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln. Im nächsten Schritt untersucht die Arbeitsgruppe 2 das Mathematik-Museum „Inspirata“, um den Erlebnisaspekt bei der museumspädagogischen Vermittlungsarbeit zu betrachten.
Arbeitsgemeinschaft 3 besuchte im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung von „Science: who cares?“ die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle. Dominate Themen waren hierbei das Selbstbild von Akademie und Wissenschaft in der Gesellschaft sowie die Rechtfertigung der Politikberatung.
Mitte Mai folgte der Besuch der MDR Media City. Untersuchungsschwerpunkt bildete hierbei die Sendung „Hauptsache Gesund“. In Zusammenarbeit mit Referenten der Redaktion des Wissensformates untersuchte die Gruppe die Entwicklung des Wissenschaftsjournalismus am Beispiel einer populärwissenschaftlichen Fernsehsendung. Am Thema ihres dritten Arbeitsschwerpunktes arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch hinter verschlossenen Türen.
Mit dem Ende des Sommersemesters geht auch die erste arbeitsreiche Phase des Kollegs „Science: who cares?“ zu Ende. Viel bleibt noch zu tun.
Die Ergebnisse und weiteren Ideen des Kollegs können am 28. November beim Abschlussforum mit allen Interessierten diskutiert werden.